Geschäftssache

Wenn man auch in Deutschland dem Wind der neuen Zeit mit krampfhaftem Festhalten an überkommenen Wertvorstellungen begegnet, so wird doch in anderen Teilen der Welt die aktuelle Entwicklung mit Freude und festem Entschluss zur Tat begrüßt.

Wo in der BRD noch pfäffisches und gutmenschenhaftes Moralisieren der Bevölkerung Sand in die Augen streut, da ist man andernorts ohne lästige Vorbehalte schon viel weiter voran geschritten. Etwa in der serbischen Hauptstadt Belgrad:

Ausgerechnet in der Erste-Hilfe-Ambulanz der serbischen Hauptstadt Belgrad sollen zwei Ärzte durch unterlassene Hilfe den Tod Dutzender Patienten verschuldet haben, um von Bestattungsunternehmen „Provisionen“ zu erhalten.

Diese Geschäftsleute, die hier zu Lande von einer Koalition der Stammtische und Gutmenschen gewiss wieder als rückständig und kriminell verunglimpft werden, zeigen uns bereits das goldene Zeitalter der unbeschränkten Gewinne durch weitere Deregulierung aller Angelegenheiten. Der Wert eines Menschen ist nun einmal in Geld zu messen, alles andere ist dummes Geplapper. In einer nächsten Stufe des mutigen Vorgehens aller Beteiligten wird sich gewiss ein florierender und gewinnbringender Handel mit Totenscheinen am Markt etablieren, damit auch schon Lebende bestattet werden können, wenn sich sonst kein weiterer Profit aus ihrem kränklichen Dasein erzeugen lässt. Das schafft Wachstum und neue Arbeitsplätze.

Es wird also allerhöchste Zeit, dass entsprechende Geschäftspraktiken auch in der BRD eingeführt werden. Die zaghafte Euthanaise durch Vernachlässigung in den deutschen Pflegeheimen ist für das beschleunigte Wirtschaften der heutigen Zeit einfach zu langsam.

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One Comment on “Geschäftssache”

  1. the bollog Says:

    Lukrativer dürfte es allerdings in unseren Breiten sein die Leiche von Opa einfach in den Keller zu kippen und die Rente weiter zu kassieren.


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