Arbeit statt Eltern!

Laurenz Meyer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionfraktion im ReichstagDer wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Reichstag, Laurenz Meyer (CDU), hat in einem Focus-Interview wichtige Denkanstöße für die nächsten Regentänze zur Belebung des Konjunkturklimas gegeben. Seine Anregungen zeugen von tiefer Einsicht in wirtschaftliche Zusammenhänge und einem ungetrübten Sinn für das, worauf es in Deutschland ankommt. Mit solchen Staatsführern wird die Krise der deutschen Wirtschaft schon bald wieder überwunden sein. Auch gibt die Stellungnahme Meyers weitere wichtige Denkanstöße für die Sozialneid-Debatte der Besitzenden, Unternehmer und Vertreter der Großkapitals.

Seine Analyse ist messerscharf und gleichzeitig bestechend einfach. Es ist nicht etwa so, dass es zu wenig Arbeitsplätze in Deutschland gäbe, wie das einige Kommunisten und sonstige Sprachrohre der Volksschädlinge behaupten. Nein, es sind die Kinderzuschüsse eines Hartz-IV-Empfängers, die daran hindern, Arbeit aufzunehmen. Dieses arbeitsscheue Pack ist einfach nicht bereit, für bessere Wirtschaftszahlen anzupacken, wenn dabei kein Geld herausspringt. Schließlich bekommt so ein fauler Rammler fast doppelt so viel Zuschuss für seinen Nachwuchs wie ein abhängig Beschäftigter Kindergeld kriegt. Wenn diese Sozialvampire nicht freiwillig finanzielle Einbußen in Kauf nehmen wollen, um zu arbeiten, denn müssen sie eben mit der Peitsche der Not und Existenzangst zum Glück geprügelt werden! Schließlich ist Arbeit an sich das höchste Glück des Nutzmenschen. Deshalb: Weg mit diesen völlig überflüssigen Almosen, die noch der obsoleten Denke einer Zeit entsprechen, in der sozialistische Revolutionen verhindert werden mussten!

Leider werden die klaren Einsichten dieses weit blickenden Mannes noch in verhaltener Sprache ausgedrückt, wohl, weil die Öffentlichkeit noch nicht bereit für die neuesten Segnungen ist:

Es gibt falsche Anreize, die wir korrigieren müssen.

Aber auch diese Schwäche und bedauernswerte Feigheit ändert nur wenig an der erfrischenden und begrüßenswerten neuen Klarheit. Es bleibt allerdings unklar, mit welchen Gebäranreizen fortan die Nutzmenschen dazu gebracht werden sollen, das so dringend erforderliche Menschenmaterial für die Verwurstung im nächsten wirtschaftlichen Aufschwung zu erzeugen. Gerüchte, dass an verdiente Gebärarbeiterinnen statt des überkommenen finanziellen Anreizes demnächst ein Bundesmutterkreuz verliehen werde, haben sich noch nicht bestätigt.

Explore posts in the same categories: Regentänze

One Comment on “Arbeit statt Eltern!”


  1. [...] Bevor der kaffee, den ich gerade wärmend in mich hineinschlürfe wegen der neuesten p’litischen beglückungsidee von Laurenz Meyer den rückwärtsgang einlegt, muss ich ganz schnell die lobenden worte über diesen mutigen vorstoß Meyers im »wölkischen beobachter« verlinken. [...]


Comment: