Ein Praktikum als Lohn

Die Innovationskraft der IT-Branche bleibt ungebrochen, wenn es darum geht, neue Wege in der preiswerten Nutzbarmachung des Menschenmateriales zu finden. Mit besonders gutem und lobenswertem Beispiel geht Google voran und weist uns allen den Weg in ein Zeitalter goldener Zahlen und blecherner Löhne.

Warum auch hätte man dem talentierten argentinischen Programmierer Diego Gavinowich Geld dafür geben sollen, dass er für Google eine neue Webanwendung erstellt hat? Davon werden nur die Kassen leerer. Deshalb soll ihm als angemessener Lohn seiner Mühen reichen, dass er drei Monate als Praktikant bei Google arbeiten darf. Recht so! Der soll gefälligst froh darüber sein, bei einem derartig großen Menschennutzer arbeiten zu dürfen, was will man da noch mit Geld!? Außerdem macht sich so ein Praktikum wirklich gut im Lebenslauf, wenn er am Ende der drei Monate wieder auf dem Arbeitsstrich darum betteln darf, dass jemand seinen Körper nutze. Da freut er sich gewiss, der kreative Kopf hinter den stetig steigenden Marktanteilen Googles.

Google revolutioniert nicht nur das Internet, sondern den gesamten Prozess der wirtschaftlichen Wertschöpfung. Das ist der unbezwingbare Wille zum Profit, den wir alle in der Nutzung menschlichen Schaffens viel häufiger sehen wollen, damit es immerfort aufwärts gehe!

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