Einig im Pessimismus…
…so ist die heutige Meldung bei unserer liebsten Propdagandaschleuder betitelt. Wie üblich wurde das Wort „aufgeführt“ zur Erklärung des politischen Theaters darin „vergessen“, denn dieser Pessimismus ist ein nützlicher Zweckpessimismus:
Nach Kanzlerin Angela Merkel hat auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die Deutschen auf harte wirtschaftliche Zeiten eingestimmt. „Wir sind in einer Rezession, und es liegt ein schweres Jahr 2009 vor uns“, sagte er dem Berliner „Tagesspiegel“. Wann die schlimmsten Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise überstanden seien, könne „niemand sagen“.
Genau diese Art von Pessimismus brauchen wir! Und wir brauchen jeden Tag ein bisschen mehr davon, damit es aufwärts geht! Harte Reden, die Angst ausbreiten und harte, entbehrungsreiche Zeiten zum Naturgesetz erklären, das wollen wir hören! Am besten ists, wenn sich so viel Angst ausbreitet, dass niemand mehr an seine eigenen Interessen denken kann. Da bemerkt es dann auch keiner mehr, wenn den göttlichen Vertretern des Geldadels eine frische Portion staatliches Spielgeld zugesteckt wird, nachdem sie ein bisschen Pech beim Zocken hatten. Und dass das angebliche Ziel der Reduktion staatlicher Zahlungen an wirtschaftlich minder verwertbares Menschenmaterial einst einmal ein ausgeglichener Bundehaushalt war, das ist längst vergessen.
Bitte Angela und Peer, mehr von diesem Pessimismus. Da kann man ja gleich wieder optimistisch in eine goldene Zukunft billger Arbeitskraft und gewaltiger Gewinne blicken.