Mögen die Wellen des Wohlstands wogen!
Anders als gewisse Naturträumer und Untergrundkommunisten, die mit ihrem nutzlosen Dasein nichts anderes anzufangen wissen, als das Internet mit dummen Sudeltexten zu tapezieren, begrüßt der Wölkische Beobachter die Pläne, in Hannover einen großen künstlichen See anzulegen. Die willkürliche stalinistische Auszeichnung einer für die Verwirtschaftung verfügbaren Fläche als so genanntes “Landschaftsschutzgebiet” ist ein Würgegriff für den freien unternehmerischen Geist und heimtückischer Mord an den einzig vernünftigen gesellschaftlichen Zielen.
Der Wölkische Beobachter ist im höchten Maß erfreut über die Kontinuität derartiger Erdaushubprojekte und gibt seinem Wunsche Ausdruck, dass das nutzlos auf den Fütterungsämtern herumlungernde Menschenmaterial endlich wieder einer gewinnbringenden Verwendung zugeführt wird. In welcher Weise dabei vorzugehen ist, können die Verantwortlichen in Hannover jedem Buch mit der Aufzeichnung der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts entnehmen, und ein Beispiel für die organisatorische Durchführung hat diese Stadt selbst schon gegeben. Diese Erfahrungen sollen nicht vergebens sein. Arbeiter gibt es genug, sie müssen nur zum Arbeiten gebracht werden. Wer sich verweigert, soll auch nicht essen. Als Lohn für diese Mühe entstehe eine privatisierte Freizeit-Welt mit prächtigen Seeufern für die einzig wahren Leistungsträger dieser Gesellschaft, für die Besitzenden und für die weise politische Klasse. Libellen, Vögel und Frösche braucht niemand, wenn nur die Zahlen stimmen!
Um den so entstandenen wirtschaftlichen Impulsen ihre wünschenwerte Nachhaltigkeit zu verleihen, empfiehlt der Wölkische Beobachter, das arbeitende Menschenmaterial in preisgünstigen Schlichtunterkünften mitten im Überflutungsgebiet unterzubringen. Das wird die öffentlichen Kassen entlasten. So kommt es zum Gewinn für alle.
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