Dioxin ist gut für uns

Allenthalben schwatzen die Kryptokommunisten, Gutmenschen, Aldi-Feinschmecker und Gesundheitsträumer davon, dass die gerade bekannt gewordene, vermutlich über Jahre durchgeführte Anreicherung von Lebensmitteln mit einer kleinen Prise Dioxin ein ganz entsetzlicher Zustand sein soll; dass die Verursacher skrupellose Halunken sind, die aus Profitgier Menschen vergiften. Und die neomaoistische Kampfpresse von FAZ bis Bild gibt diesen hirnlosen Blah wider, als sei das die Aufgabe der Presse.

Mitnichten! Die Aufgabe der Presse ist es, die Werbung der vernünftig wirtschaftenden Menschen und Leistungsträger auf den Anzeigenseiten und in den Meldungen zu verbreiten. Dafür bezahlen wir sie ja schließlich.

Es sind keine Halunken, sondern vollständig vernünftig handelnde Geld- und Hirninhaber. Abfallstoffe aus der Dieselproduktion sind zu schade, um sie zum Abfall zu machen, wenn man damit auch irgendwo noch Profit machen kann. Kein normaler Mensch wirft Geld in den Mülleimer. Wenn aus wertlosem Sondermüll wie durch ein wirtschaftliches Wunder wertvolles Futtermittel wird, ist allen geholfen. Die Nutztiere kriegen wertvolle Kohlenstoffverbindungen, und die Verbraucher günstige tote Nutztiere und Tierprodukte. Ist denn schon jemand an ein paar Pikogramm Dioxin gestorben? Nein, natürlich nicht. Aber wie viele Menschen sterben heute am Hunger? Es sind ca. 65.000 Menschen. Mit Dioxin angereicherte Lebensmittel sind die alternativlose Basis unseres Wohlstandes, so lange sie nicht von den Leistungsträgern, sondern von den unnützen Hartz-IV-Schmarotzern und Lidl-Gourmets gefressen werden.

Ein besonderes Lob geht an die offenbar in ihrem Weitblick und ihrer Intelligenz völlig unterschätzte Frau Bundesministerin Ilse Aigner. Diese hat nämlich die Futtermittelindustrie aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten, wie sich ein solcher Fall künftig unterbinden lasse — genau darum geht es: Wie hält man diese Meldungen aus einer Presse, die dann über schwärmerisch-romantische Vorstellungen von der vorneoliberalen Landwirtschaft ihre untergrundkommunistischen Kampfparolen gegen jegliche wirtschaftliche Vernunft in die hohlen Hirne setzt? Wir haben ihr sofort die Verabreichung von hochdosiertem Dioxin an so genannte “kritische” Journalisten vorgeschlagen, was auch in anderen Politikfeldern schnell zu einer minimalinvasiven Maßnahme gegen die geistige Brandstiftung vom Schreibtisch des Presseschreibers aus werden könnte. Die weise Frau Aigner zeigte sich durchaus aufgeschlossen, und ihre Kollegin von der Leyen dachte laut über die Umwandlung von Hartz IV in eine staatliche Lebensmittelausgabe mit Qualitätsprodukten der Deutschen Agrarindustrie nach. Ist auch besser so, sonst wird das ganze in die Hand gedrückte Geld von den Hartzies ja nur verraucht, verspielt und versoffen.

Das sind die Köpfe, in denen Zukunft entsteht!

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