Osama bin Aktienladen

Verfasst 3. Mai 2011 von Schriftleiter
Kategorien: Goldregen

Die Nachricht vom Tod des Al-Kaida-Führers gibt dem deutschen Aktienmarkt Schub. Der Dax gewinnt zum Start 0,8 Prozent und steigt auf den höchsten Stand seit Januar 2008. „Für die Amerikaner war es eine Frage der Ehre Osama bin Laden zu bekommen. Das wird sie beflügeln und auch auf den Aktienmarkt in New York ausstrahlen„, sagt ein Börsenhändler. „Das zieht natürlich auch den deutschen Markt mit.“

Brüderle: Ein Leuchtturm der Vernunft!

Verfasst 26. März 2011 von Schriftleiter
Kategorien: Wetterschäden

Was soll die künstliche Aufregung?! Rainer Brüderle hat doch nichts Falsches gesagt oder getan.

Es gibt nun einmal zwei Arten von Menschen, die auf zwei verschiedene Weisen artgerecht behandelt werden müssen.

Die eine Art von Menschen gehört zur Elite. Diese Menschen brauchen genaue und zutreffende Information, damit sie ihr Geld nicht falsch investieren; diese Menschen haben jede Achtung und Aufrichtigkeit verdient, denn sie machen das Wichtigste auf dieser Welt, sie machen gute Zahlen. Rainer Brüderle wird, wie jeder andere Politiker auch, von diesen Menschen bezahlt, und deshalb hat er die Interessen dieser Menschen zu vertreten und eine Politik voranzutreiben, die dieser Elite dient. So ist das nun einmal im Faschismus in der Demokratie, da sind nicht alle gleich, und folglich werden auch nicht alle gleich behandelt. Das ist nur gerecht.

Und die andere Art von Menschen gehört zum Menschenmaterial. Diese müssen ruhig und gläubig gehalten werden, sie sollen heiraten und sich vermehren, damit auch immer genügend austauschbare Batterien für den betrieblichen Produktionsprozess zur Verfügung stehen, und sie sollen von täglicher Existenzangst gefügig gemacht werden, damit sie auch gut funktionieren. Natürlich muss man sie auch gut ablenken, damit sie nicht fühlen, wie es ihnen geht. Es war ein gewaltiger geschichtlicher Fehler, dass man dieses Nutzfleisch fragt, wer die Volksgemeinschaft anführen soll, aber wir haben diesen Fehler mit den bewährten Mitteln der Werbung wieder gut gemacht — nach dem Kaufvorgang spielt die post buying frustration doch keine Rolle mehr. Natürlich erzählt man diesem Nutzfleisch nicht die Wahrheit! Stellt euch nur vor, ein Schwein wüsste, dass sein Leben im Schlachthof endet — es würde die Fleischproduktion sehr erschweren und viel mehr Gewalt gegenüber den Schweinen erforderlich machen. Mit dem Stimmvieh ist es ganz ähnlich. Es wird artgerecht gehalten und die Elite trägt mit der bewährten Mischung aus Religion, Unterhaltung, Angst und scheinbarer Übertragung von Einfluss Sorge dafür, dass niemand von diesen Nutztieren auch nur eine einzige Minute ernsthaft über sein Leben, über das Ziel, die Begrenztheit, den Sinn und die Wünsche in diesem Leben nachdenkt, und so braucht es nur gelegentlich gröbere Mittel wie einer Horde Knüppelpolizei auf einer Demonstration, um gefügige Stallbewohner aus dieser Menschenmasse zu machen.

Die Politik in diesem Stall ist idealerweise von wirtschaftlicher Vernunft und einem Streben nach guten Zahlen geprägt, dem als oberstem Ziel des Stalllebens und alternativloser Vernunft alles andere untergeordnet wird. Für diese ideale Politik steht Rainer Brüderle, ein Leuchtturm der Vernunft, der meterhoch aus dem menschelnden Bullshit der Untergrundkommunisten und Gutmenschen herausragt. Er weiß, wie man im Stall zu reden hat, und er weiß, wie man bei der Elite zu reden hat. Er ist ein Vorbild für alle, ein Held des Wortes, ein Garant für gute Zahlen und die gewünschte Ruhe im Stall, ein Leuchtzeichen am Horizont einer großartigen Zukunft.

Wir brauchen mehr davon! Und Verräter, die diesem Helden feige in den Rücken fallen und seine lobenswerte Rede an Kryptoanarchisten ausliefern, damit sie damit ihre Zurück-in-die-Höhlen-Propaganda betreiben, können wir gar nicht gebrauchen.

Wir brauchen alternativlose Atomkraft!

Verfasst 19. März 2011 von 124c41
Kategorien: Dunkle Wolken

KernkraftwerkIst es nicht widerlich, wie die gute, fortschrittliche, Gewinn bringende Atomkraft nach dem Zwischenfall von Fukushima mit Dreck beworfen wird. Deutschland wird von einer Horde Angsthasen bewohnt, und die Politiker des Landes haben keine Eier. Woher soll da das Wachstum der Zahlen und Profite kommen?

Es ist alternativlos! Wir brauchen Atomkraft!

Die Gutmenschen, Untergrundkommunisten und sonstigen Tierfreunde flennen, weil auch einmal ein paar Leute bei einem kleinen Zwischenfall entkörpert werden könnten? Was ist das denn für ein Maßstab! Könnt ihr euch von nutzlosem, nicht zu Kapitalfluss führendem Menschenmaterial etwa ein Auto kaufen? Oder auch nur die Miete für eure alternative Wohnung in einem frisch gentrifizierten Stadtteil mit ganz vielen Esoterikläden, den ihr so chic findet? Seht ihr? Dafür braucht man Geld, ganz viel heiliges, glücklich machendes Geld. Und nur darum geht es. Uns wie euch.

Für das Geld brauchen wir die Atomkraft. Die bringt uns Geld. Das fängt damit an, dass wir die Profite mit dem Stromgeschäft machen, aber das winzige Restrisiko beim Betrieb eines Kernkraftwerkes gerechterweise von der Allgemeinheit bezahlen lassen. So muss Wirtschaft sein! Das sind gesunde Grundlagen für alle. Und gerecht ist es, weil uns ja keine Versicherung unsere zukunftsträchtigen Anlagen versichern würde. Sollen wir denn Insolvenz anmelden, wenn ein Kraftwerk mal durchGAUt? Das wäre doch bescheuert.

Aber auch für die Gesellschaft ist Atomkraft richtig und wichtig. Sogar die Zwischenfälle können einen erfreulichen gesellschaftlichen Effekt entfalten. Japan steht vor einem gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung wegen der Aufräumarbeiten rund um Fukushima. Und dabei wird sich das viel zu dicht bevölkerte Land auch gleich des wirtschaftlich nutzlosen Menschenmaterials entledigen.

Stellt euch das mal in Deutschland vor? Die ganzen Hartz-IV-Schmarotzer und sonstigen Nichtsnutze werden vor die freiwillige Entscheidung gestellt, Helden zu werden oder zu verhungern — es ist Deutschland ja ein freies Land. Hinterher haben sich viele Probleme gelöst, und es bleibt nur noch das Problem der Staatsverschuldung. Und das löst man einfach so, wie man es jetzt auch löst: Durch langsames Aushungern nutzlosen Menschenmateriales bei Fortsetzung einer beispielhaften, alternativlos vernünftigen Wirtschaftspolitik.

Wir machen Profit, und sie können unbehelligt von irgendwelchen Pennern in ihren gentrifizierten Stadtteilen oder in den schnieken Örtchen im Speckgürtel der großen Städte wohnen, die sie unbedingt für ihre regelmäßge Kultur-Experience brauchen. Denken sie einfach mal drüber nach, bevor sie sich vor Angst in die Hose scheißen. Atomkraft ist gut für uns, Atomkraft ist gut für sie, und der Rest muss sowieso irgendwann sterben.

Atomkraft ist eben alternativlos!

Dioxin ist gut für uns

Verfasst 12. Januar 2011 von 124c41
Kategorien: Wetterschäden

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Allenthalben schwatzen die Kryptokommunisten, Gutmenschen, Aldi-Feinschmecker und Gesundheitsträumer davon, dass die gerade bekannt gewordene, vermutlich über Jahre durchgeführte Anreicherung von Lebensmitteln mit einer kleinen Prise Dioxin ein ganz entsetzlicher Zustand sein soll; dass die Verursacher skrupellose Halunken sind, die aus Profitgier Menschen vergiften. Und die neomaoistische Kampfpresse von FAZ bis Bild gibt diesen hirnlosen Blah wider, als sei das die Aufgabe der Presse.

Mitnichten! Die Aufgabe der Presse ist es, die Werbung der vernünftig wirtschaftenden Menschen und Leistungsträger auf den Anzeigenseiten und in den Meldungen zu verbreiten. Dafür bezahlen wir sie ja schließlich.

Es sind keine Halunken, sondern vollständig vernünftig handelnde Geld- und Hirninhaber. Abfallstoffe aus der Dieselproduktion sind zu schade, um sie zum Abfall zu machen, wenn man damit auch irgendwo noch Profit machen kann. Kein normaler Mensch wirft Geld in den Mülleimer. Wenn aus wertlosem Sondermüll wie durch ein wirtschaftliches Wunder wertvolles Futtermittel wird, ist allen geholfen. Die Nutztiere kriegen wertvolle Kohlenstoffverbindungen, und die Verbraucher günstige tote Nutztiere und Tierprodukte. Ist denn schon jemand an ein paar Pikogramm Dioxin gestorben? Nein, natürlich nicht. Aber wie viele Menschen sterben heute am Hunger? Es sind ca. 65.000 Menschen. Mit Dioxin angereicherte Lebensmittel sind die alternativlose Basis unseres Wohlstandes, so lange sie nicht von den Leistungsträgern, sondern von den unnützen Hartz-IV-Schmarotzern und Lidl-Gourmets gefressen werden.

Ein besonderes Lob geht an die offenbar in ihrem Weitblick und ihrer Intelligenz völlig unterschätzte Frau Bundesministerin Ilse Aigner. Diese hat nämlich die Futtermittelindustrie aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten, wie sich ein solcher Fall künftig unterbinden lasse — genau darum geht es: Wie hält man diese Meldungen aus einer Presse, die dann über schwärmerisch-romantische Vorstellungen von der vorneoliberalen Landwirtschaft ihre untergrundkommunistischen Kampfparolen gegen jegliche wirtschaftliche Vernunft in die hohlen Hirne setzt? Wir haben ihr sofort die Verabreichung von hochdosiertem Dioxin an so genannte „kritische“ Journalisten vorgeschlagen, was auch in anderen Politikfeldern schnell zu einer minimalinvasiven Maßnahme gegen die geistige Brandstiftung vom Schreibtisch des Presseschreibers aus werden könnte. Die weise Frau Aigner zeigte sich durchaus aufgeschlossen, und ihre Kollegin von der Leyen dachte laut über die Umwandlung von Hartz IV in eine staatliche Lebensmittelausgabe mit Qualitätsprodukten der Deutschen Agrarindustrie nach. Ist auch besser so, sonst wird das ganze in die Hand gedrückte Geld von den Hartzies ja nur verraucht, verspielt und versoffen.

Das sind die Köpfe, in denen Zukunft entsteht!

Problemlösung durch totale Ausweidung

Verfasst 6. Januar 2011 von Schriftleiter
Kategorien: Wirbelwinde

Aus Großbritannien, einem Land mit einer großen Tradition und Kontinuität in der wirtschaftlichen Verwertbarung mindermonetarisierter Körpermasse, kommen immer die besten Ideen für die Zukunft der Welt:

Führende britische Ärzte fordern die Zulassung kommerzieller Organspenden. Die Bürger sollten unter bestimmten Bedingungen selbst entscheiden können, ob sie Organe gegen Bezahlung zur Verfügung stellen wollten.

Jawoll, endlich bekommt der Begriff der Selbstverantwortung die Bedeutung, die er bekommen soll!

Diese Diskussion muss unbedingt auch in Deutschland von den üblichen Diskussionseröffnern Springer, Bertelsmann und INSM eröffnet werden! Die gesetzlichen Grundlagen müssen so schnell wie möglich geschaffen werden, denn die totale Vermarktwirtschaftung ist alternativlos! Und die halbwegs funktionierenden Organe eines Hartz-IV-Schmarotzers müssen endlich als Vermögen angerechnet werden, damit sie dem Markt zur Verfügung stehen, denn auch für Hartzies gilt: Umsonst gibts nix! Ein gewaltiges Potenzial für Einsparungen eröffnet sich, denn wer völlig ausgeweidet ist, stellt keine Anträge mehr — und ganz nebenbei bekommen endlich die Leistungsträger eine Möglichkeit, ihre körperlichen Bedingungen durch Nachkauf suboptimal arbeitender Körperbestandteile zu verbessern. Davon profitieren wir alle! Das ist Fortschritt! So werden wir die Stagnation überwinden!

Kämpft für den freien Körpermarkt!

Kommunisten in der CDU/CSU

Verfasst 25. Oktober 2010 von Schriftleiter
Kategorien: Nebelschwaden

Nachdem die Enteigner und Kommunisten in der ehemaligen, nachgeschröderten SPD nichts mehr bewirken können — selbst bei den Ökofaschisten hätten sie ja mehr gesellschaftlichen Einfluss — entsenden sie ihre U-Boote in den einstigen Hort der wirtschaftlichen Vernunft, in die Unionsparteien.

Und so gellt sozialtümendes Kampfgeschrei in den Ohren der Menschen. Jetzt, wo endlich die wirtschaftliche Erholung da ist, sollen die Löhne steigen. Kaum eine Forderung könnte absurder sein!

Zum Glück steht die Bastion Kannegießer wie ein Fels in den Brandungen der Unvernunft und macht eine klare Ansage. Die Unternehmen müssten sich doch erst einmal von der Krise erholen, sie sind ja so angeschlagen.

Denn Kannegießer, dieser Fürsprecher der guten Zahlen und des einzig wahren Weges zum Heil, er hat verstanden, wie es läuft:

In der Krise
müssen die Lohnsklaven sich in Lohnzurückhaltung üben, damit die Unternehmen durch die Krise kommen.

Nach der Krise
müssen die Lohnsklaven sich in Lohnzurückhaltung üben, damit die Unternehmen sich von der Krise erholen können — bis zur nächsten Krise.

In beiden Fällen sind vollständig abhängige, zwangsverpflichtete staatlich subventionierte Elendsarbeiter zum Discount-Tarif (so genannte Ein-Euro-Jobber) sehr nützlich, wenn auch Null-Euro-Jobber noch ein bisschen nützlicher wären. Denn was soll man den Menschen Lohn geben? Sie haben doch Arbeit, das ist die Hauptsache, und das ist sozial! So geht es aufwärts, und nicht anders!

Deutscher Lohnsklave! Frag nicht, wie die Wirtschaft dir dienen kann, sondern frag, wo du der Wirtschaft dienen kannst!

Mögen die Wellen des Wohlstands wogen!

Verfasst 6. September 2010 von 124c41
Kategorien: Goldregen

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Anders als gewisse Naturträumer und Untergrundkommunisten, die mit ihrem nutzlosen Dasein nichts anderes anzufangen wissen, als das Internet mit dummen Sudeltexten zu tapezieren, begrüßt der Wölkische Beobachter die Pläne, in Hannover einen großen künstlichen See anzulegen. Die willkürliche stalinistische Auszeichnung einer für die Verwirtschaftung verfügbaren Fläche als so genanntes „Landschaftsschutzgebiet“ ist ein Würgegriff für den freien unternehmerischen Geist und heimtückischer Mord an den einzig vernünftigen gesellschaftlichen Zielen.

Der Wölkische Beobachter ist im höchten Maß erfreut über die Kontinuität derartiger Erdaushubprojekte und gibt seinem Wunsche Ausdruck, dass das nutzlos auf den Fütterungsämtern herumlungernde Menschenmaterial endlich wieder einer gewinnbringenden Verwendung zugeführt wird. In welcher Weise dabei vorzugehen ist, können die Verantwortlichen in Hannover jedem Buch mit der Aufzeichnung der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts entnehmen, und ein Beispiel für die organisatorische Durchführung hat diese Stadt selbst schon gegeben. Diese Erfahrungen sollen nicht vergebens sein. Arbeiter gibt es genug, sie müssen nur zum Arbeiten gebracht werden. Wer sich verweigert, soll auch nicht essen. Als Lohn für diese Mühe entstehe eine privatisierte Freizeit-Welt mit prächtigen Seeufern für die einzig wahren Leistungsträger dieser Gesellschaft, für die Besitzenden und für die weise politische Klasse. Libellen, Vögel und Frösche braucht niemand, wenn nur die Zahlen stimmen!

Um den so entstandenen wirtschaftlichen Impulsen ihre wünschenwerte Nachhaltigkeit zu verleihen, empfiehlt der Wölkische Beobachter, das arbeitende Menschenmaterial in preisgünstigen Schlichtunterkünften mitten im Überflutungsgebiet unterzubringen. Das wird die öffentlichen Kassen entlasten. So kommt es zum Gewinn für alle.